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2014 - Pressestimmen

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Neue Presse Coburg, 7. Oktober 2014 - Feuilleton

Konzertgenuss mit Leibesübung
Beim Abschluss der Klassik Akademie reißen Orchester und Solistin das Publikum zu Jubelstürmen hin. Burkhart M. Schürmann dirigiert Meisterwerke von Beethoven, Mozart und Mendelssohn Bartholdy.
von Dr. Peter Müller

Zu den Abschlusskonzerten der Kronacher Klassik Akademie trat das mit 77 Musikerinnen und Musikern bisher größte Orchester an. Mit ihnen hatte Burkhart M. Schürmann ... wie immer ein anspruchsvolles Programm erarbeitet, das die zahlreichen Teilnehmer ... zu einem Klangkörper vereinigen musste. ... Doch die kommunikative und begeisternde Art des musikalischen Leiters Schürmann, die freundliche Führung des Konzertmeisters Johannes Enders, die Kompetenz der Dozenten der verschiedenen Instrumentengruppen ... machten es möglich, alle Profis und Amateure zu einem Ganzen zusammenzuschweißen.

Mit der Konzert-Ouvertüre, opus 26, von Felix Mendelssohn Bartholdy steuerte das Orchester zunächst höchst inspiriert auf "Die Hebriden" zu und setzte die Musik in stimmungsvolle Bilder mit viel differenziert dynamischer Gestaltungsfähigkeit um. ...

Die Kronacherin Sandra Schnappauf, vielfache Preisträgerin bei "Jugend musiziert", brachte zusätzlichen Glanz in das sonnendurchflutete Atrium der Maximilian-von-Welsch-Realschule. Die 21-Jährige machte mit dem feinen, angenehm sanften Ton ihres Instruments, der in seinem schönen Timbre einer Naturstimme gleicht, und ihrer facettenreichen virtuosen Souveränität als Solistin das Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur, KV 622, zum strahlenden Höhepunkt des gesamten Konzertes. Den Musikern des Orchesters gelang es dabei trefflich, sich dazu in die einfühlsame Begleitung eines Kammerorchesters hineinzuversetzen.

"Apotheose des Tanzes oder "Rhythmische Orgie?" - diese Frage bewegte die intellektuelle Interpretation Burkhart M. Schürmanns bei der siebten Symphonie A-Dur, opus 92, von Ludwig van Beethoven. In jedem Fall gab das große Sinfonieorchester alles, was an technischem Potenzial und an Ausdrucksmöglichkeiten in ihm steckte. Im Poco sostenuto bittet der Komponist um Aufmerksamkeit für die pastorale ländliche Szene, die sich im Vivace zu einem ländlichen Rondo emporschwingt, das festlich mit strahlendem Blech und donnernden Pauken an die "Szene auf dem Lande" seiner sechsten Sinfonie erinnert.

Ein Trauermarsch mit wehmütiger Melodie führt danach in die Vergangenheit im Allegretto und springt nahtlos in ein Scherzo presto, das spitz und eilig, unruhig sich in einen mephistophelischen Dreh erneut zu einem Rondo hochschraubt und irritierend abbricht. Es macht Raum für das strahlende, wahnsinnig rasende Finale im Allegro con brio.

Mit euphorischer Lust und rhythmischer Freiheit zieht der Mensch in freier, gleicher Geschwisterlichkeit mit einem Revolutionsmarsch ins Pantheon ein. Apotheose also auf jeden Fall - auch wenn es für den Dirigenten merklich zur "Apotheose der Leibesübung" wurde. Auch das Orchester hatte all seine Kräfte gebündelt und wurde neben der Solistin Sandra Schnappauf vom großen Auditorium umjubelt.
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Fränkischer Tag Bamberg, 7. Oktober 2014 - Ausgabe Kronach

Sandra Schnappauf beeindruckt
Freunde der klassischen Musik kamen am Sonntag bei der elften Kronacher Klassik Akademie voll auf ihre Kosten. Im Mittelpunkt stand Mozarts brillantes Klarinettenkonzert.
von Heike Schülein

Es war ein wunderbares Abschlusskonzert, das den Besuchern der Kronacher Klassik Akademie geboten wurde. Das erste Stück des Programms, Felix Mendelssohn Bartholdys Ouvertüre "Die Hebriden" (op. 26), erinnerte an Frühlingsstürme. Mit Beethovens 7. Sinfonie gelang den insgesamt 77 Musikern und Musikerinnen im Alter von 12 bis 72 Jahren ein grandioser Abschluss ihres Konzerts.

Das Herzstück aber war ohne Frage Mozarts Klarinettenkonzert A-Dur. Die Aufmerksamkeit gehörte hier ganz der exzellenten Solistin, der erst 20-jährigen Sandra Schnappauf aus Kronach. ... Ihr brillantes, atemberaubend einfühlsames Spiel sorgte für einen erfrischenden Kunstgenuss und - vollkommen zu Recht - für minutenlangen Applaus und Jubel. ...

Stürmische und romantische Klänge ließen zu Beginn des Konzerts die Vorstellung erst einmal in die Ferne gleiten: Das Orchester spielte die in Musik gemalte Naturbeschreibung der "Hebriden", Mendelssohn Bartholdys vielleicht beliebteste Ouvertüre, mit der er ein weites Spektrum an Stimmungen und Erlebnissen seiner Reise festhielt. ...

Mit Beethovens Sinfonie Nummer 7 gelang ein grandioser Abschluss des Konzerts. Es war eine wahre Sternstunde ... bis hin zum gewaltigen Finale, in das sich das famos aufspielende Orchester mit unglaublicher Leidenschaft, Ausdrucksstärke und musikalischer Vielfalt förmlich "stürzte".



Die Kronacher Klassik AKADEMIE ist eine Initiative von KRONACH Creativ
in Zusammenarbeit mit der Berufsfachschule für Musik Oberfranken,
der Sing- und Musikschule im Landkreis Kronach,
der Maximilian-von-Welsch-Schule Kronach
 und dem Frankenwald-Gymnasium

Träger des Kultur-Förderpreises des Landkreises Kronach
Mitglied im BDLO Bundesverband Deutscher Liebhaberorchester e. V.

Schirmherr Axel Kober, GMD der Deutschen Oper am Rhein

in memoriam Burghard Fussek (1942-1999)